Regie, Buch und Kamera: Bernhard Pötscher, AT, 2025, 100 min., Dokumentarfilm
„Das Publikum hört und staunt … Otto Lechner ist tatsächlich ein Musikkosmos für sich.“ (Falter)
Es ist ein Film, in dem man den Menschen – nicht nur den Musiker – Otto Lechner kennenlernt. Ein Kinoerlebnis mit großartigen Konzertaufnahmen, sehr persönlichen Gesprächen und dem wunderbaren Humor des österreichischen Akkordeon-Genies.
Die Kamera folgt dem 1964 geborenen Musiker, der bereits als Teenager vollständig erblindet ist, und zeigt, wie er sich seine Musik und die Welt ohne Augenlicht erschließt. Man sieht, wie Otto Lechner, den Langstock in der Hand, bei der U-Bahnstation Friedensbrücke die Straße überquert oder einen Bachlauf entlang spaziert und die Akustik des Waldes genießt. Dann wieder sitzt er in seinem Heimatort Gansbach in Niederösterreich an der Orgel. Über seine Gedankenwelt spricht der Künstler auf Zugfahrten: Er sei als Musiker durchaus privilegiert, weil er nichts sehe. Das stelle Vertrauen her. Menschen würden davon ausgehen, dass er ein besonderes Verhältnis zur Musik habe.
Dazwischen ertönen Jazz, Weltmusik und österreichische Lieder. Otto Lechner verfügt über eine enorme Bandbreite, und was er seiner Ziehharmonika entlockt, ist musikalische Urkraft.
Foto: © Polyfilm Filmverleih
