Regie: Carine Tardieu, FR/BE, 2024, 106 min., Drama

„So vielfältig und gefühlsecht wie das Leben selbst – ein kleines Kinowunder!“ (Cinema)

Carine Tardieu ist mit Was uns verbindet ein ebenso wahrhaftiger wie lebensbejahender Film gelungen, der sich in Frankreich mit knapp 700 000 Besuchern in nur vier Wochen zu einem wahren Publikumshit entwickelt hat.

Das Drama, in dessen Mittelpunkt eine selbstbewusste, selbstbestimmte Frau in den Fünfzigern steht, basiert auf dem Roman L’Intimité von Alice Ferney. Auf emphatische und sensible Weise thematisiert der Film Trauer und Verlust und schafft es eindrücklich, den Begriff Familie neu zu definieren.

Die alleinstehende Sandra (Valeria Bruni Tedeschi) betreibt einen feministischen Buchladen und lebt ein unabhängiges Leben frei von Konventionen. Als das Paar aus der Nachbarwohnung, Alex und seine Partnerin Cécile, zur Entbindung ins Krankenhaus muss, erklärt sich Sandra bereit, sich um den sechsjährigen Eliott zu kümmern, obwohl sie mit Kindern eigentlich wenig anzufangen weiß. Bei der Geburt kommt es allerdings zu Komplikationen und Cécile stirbt. In der folgenden Zeit wächst Sandra für Eliott immer mehr in die Rolle einer wichtigen weiblichen Bezugsperson hinein, und was als vorübergehende Hilfe begann, führt zu einer unerwartet tiefen Bindung.

Foto: © Alamode-Film