Regie: Ettore Scola, IT, 1974, 118 min., Tragikomödie

In Kooperation mit dem Kulturverein Dante Alighieri Amstetten

C’eravamo tanto amati – Wir haben uns so geliebt ist eine der allerschönsten Liebeserklärungen ans Kino, an die Italianità, ans Leben und Lieben. Wir folgen dem Lebensweg dreier Freunde im Italien der Nachkriegsjahrzehnte. In wehmütigem Ton und mit komödiantischen Szenen erzählt der Film vom Leben und den enttäuschten Jugendhoffnungen dreier Männer und der zwischen ihnen stehenden Frau. Thematisiert wird der Konflikt italienischer Linker in den Nachkriegsjahrzehnten zwischen ihren Idealen und der Anpassung an die Wirklichkeit.
Im Zweiten Weltkrieg riskieren die drei italienischen Partisanen Antonio (Nino Manfredi), Gianni (Vittorio Gassman) und Nicola (Stefano Satta Flores) ihr Leben. Sie werden die besten Freunde und verschreiben sich den Idealen des Sozialismus: Das Zusammenleben der Menschen soll nicht länger durch Macht und Ungerechtigkeit geprägt sein. Die Wege zwischen Gianni und seinen beiden Freunden trennen sich jedoch, als Gianni seinem Freund Antonio dessen große Liebe Luciana (Stefania Sandrelli) wegnimmt. Die Trennung von Antonio und Nicola führt schließlich dazu, dass Giannis Idealismus aufgeweicht wird. Während er zunächst noch mit sich ringen muss, um die Stelle in der Firma eines windigen Bauunternehmers anzutreten, spielen sozialistische Überlegungen mit der Zeit gar keine Rolle mehr. Gianni nimmt den Karriereweg, während seine ehemaligen Freunde an ihren Zielen festhalten.

Vittorio De Sica, Federico Fellini und Marcello Mastroianni treten als sie selber auf.

Foto: © Trigon Film