Regie: Adrian Goiginger, AT/DE 2026, 120 min., Drama

In Kooperation mit der VHS Amstetten

Dieses Drama basiert auf dem autobiografischen Roman „Vier minus drei. Wie ich nach dem Verlust meiner Familie zu einem neuen Leben fand.“ der Österreicherin Barbara Pachl-Eberhart aus dem Jahr 2010. In dem Roman verarbeitete sie den Tod ihres Mannes und ihrer beiden kleinen Kinder.

Barbara (Valerie Pachner) und ihr Partner Heli arbeiten als professionelle Clowns. Das private Glück der beiden wird durch die gemeinsamen Kinder Thimo und Fini komplettiert. Barbara ist ein Krankenhausclown, und mit geschminktem Gesicht und roter Nase bringt sie Farbe in den grauen Alltag des Krankenhauses.
Eines Tages erhält Barbara auf der Heimfahrt von Graz im Auto einen Anruf von ihrer Freundin Sabine. Es gab einen Unfall. Heli ist tot, und die Kinder liegen mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Arzt erklärt Barbara dann, dass Thimo reanimiert werden musste und Fini ein schweres Schädel-Hirn-Trauma erlitten hat und in ein künstliches Koma versetzt wurde. Als Barbara das Krankenhaus nur für kurze Zeit verlässt, stirbt Fini.
Barbara muss nun allein in ihrem großen Haus zurechtkommen. Zur Trauerfeier lädt sie ihre Clownfreunde ein. Als sie wieder arbeiten gehen will, ist sie nicht willkommen, denn niemand möchte, dass ein Clown, der gerade seine Familie verloren hat, mit Kindern spielt. Barbara aber will mutig und unkonventionell mit ihrer Trauer umgehen; sie möchte sich wieder ins Leben stürzen und etwas fühlen.

Dass Vier minus drei ganz unpathetisch zeigt, dass Barbara zwar eine ungewöhnliche Frau, aber kein Übermensch ist, macht den bei aller Schwere tröstlichen und letztlich lebensbejahenden Charakter des Films aus.

Foto: © Alamode Film Polyfilm