Regie: Eran Riklis, IT/ISR 2025, 108 min.
„Obwohl diese Geschichte in den 1980er und 1990er Jahren in Teheran spielt, ist ihr Wesen zeitlos. Sie könnte überall und jederzeit spielen; deshalb fühlte ich mich so damit verbunden.“ (Eran Riklis)
Nachdem Azar Nafisi (Golshifteh Farahani) in Oklahoma englische und amerikanische Literatur studiert hat, kehrt sie im Sommer 1979 mit ihrem 2. Ehemann kurz vor Beginn der Islamischen Revolution zurück in den Iran.
Dort entscheidet sie sich für eine Lehrtätigkeit an der Allameh-Tabataba’i-Universität, weil sie glaubt, sich so den von Tag zu Tag härter werdenden Auflagen der Regierung widersetzen zu können. Aber sie erkennt, dass sie sich irrt, als eines Tages nach Studentenprotesten eine ihrer 17-jährigen Studentinnen verhaftet, eingesperrt und anschließend hingerichtet wird.
Im Jahr 1995 gibt Nafisi ihre Lehrtätigkeit auf, unter anderem, weil sie an der Universität den vorgeschriebenen Hijab nicht tragen will. Aber jeden Donnerstag lädt sie sieben ihrer besten Studentinnen zu sich nach Hause ein, wo sie gemeinsam westliche Klassiker, die vom Regime verboten sind, analysieren und studieren (darunter den Roman Lolita von Vladimir Nabokov).
Im Jahr 1997 verlässt Nafisi den Iran und emigriert mit ihrer Familie in die USA. Dort nimmt sie im selben Jahr wieder ihre Lehrtätigkeit auf.
Dieser Film basiert auf den Memoiren der iranisch-US-amerikanischen Schriftstellerin Azar Nafisi mit dem Titel „Reading Lolita in Teheran“.
Foto: © Weltkino, Eitan Riklis
