Im Rahmen des Internationalen Frauentags.

Regie: Natalie Halla, AT, 2025, 80 min., Dokumentation

„What do you do as an ambassador for Afghanistan when the Taliban take power and you are a feminist?“ (Manizha Bakhtari)

Die letzte weibliche Botschafterin Afghanistans, Manizha Bakhtari, riskiert alles in ihrem Kampf für die Rechte von Mädchen und Frauen in Afghanistan, treu ihrem Leitspruch: „Peace is not the absence of war, but the presence of justice.“

Manizha Bakhtari wurde 1972 in Kabul geboren. Sie hat von der Universität Kabul einen Bachelorabschluss in Journalismus und einen Master in „Persischer Sprache und Literatur“. Sie ist Autorin mehrerer Bücher und war Chefredakteurin eines vierteljährlich erscheinenden Kultur- und Literaturmagazins. Im Jänner 2021 wurde sie zur afghanischen Botschafterin in Österreich ernannt.
Seit die Taliban im Sommer 2021 in Afghanistan wieder an die Macht kamen, befindet sich Manizha Bakhtari aber in einer bizarren Situation: Sie vertritt ein Land, dessen alte Regierung geflohen ist, und dessen neue Regierung international nicht anerkannt wird. Und während sie in Wien im Exil lebt und in finanzieller und logistischer Isolation arbeitet, hat sie sich wiederholt sehr kritisch gegen die Politik der Taliban und ihren Umgang mit Mädchen und Frauen geäußert.


Obwohl die Lage immer komplizierter geworden ist, will sich Manizha Bakhtari im Kampf für die Rechte afghanischer Frauen und Mädchen nicht den Mund verbieten lassen. Nah dran an seiner Protagonistin vermittelt der Film ihren ungeheuren Mut und ihren Einsatz und zeigt eine Frau, die ihrem Land und ihren Leuten zutiefst verbunden und doch so weit von ihnen entfernt ist.

Im Anschluss Filmgespräch mit der Filmregisseurin!

Foto: © Golden Girls Film